Und dieser schreibt auch etwas zu seinen Beweggründen. Sehr interessant für alle die sich fragen, wie das wohl ist bei Google zu arbeiten. Okay, es kommt wohl immer drauf an wo man ist, was man macht. Aber Doug Bowman ist als leitender Designer und Webstandards Evangelist kein unbeschriebenes Blatt. Ich für meinen Teil hatte ganz zu Beginn (zu Beginn meiner eigenen HTML-CSS-Webgedöns-Anfänge), sehr begeistert verfolgt wie eine Elite mit Podcasts und Slides, Präsentationen von der Web Essentials 2003, 2004 ihre Ideen verbreitete. Wenn man denen zuhörte war CSS immer ganz simpel (ist es ja auch, was es hier und da kompliziert macht sind die unzulänglichkeiten eines Browsers). Im deutschsprachigen Raum gab es damals noch nichts was mit dem Output und Qualität von "A List Apart", Zeldman, Shea, Meyer, Weakley, Clark, Moll, Holzschlag & Co. mithalten konnte.
Wenn ich mich hier so respektvoll verneige, dann tu ich das weil mir jemand anschaulich und einfach erklärt hat wie CSS funktioniert bzw. diverse Tricks und herangehens- und Denkweisen demonstrierte.
Nun berichtet Douglas Bowman, der einst kontrovers die Vorzüge von CSS anhand der Microsoft-Seite erklärte, warum er nun nach Jahren Google verläßt. Und vieles von dem was man da liest wird in ähnlicher Form auch anderen Designern bekannt vorkommen: so ist von 40 blau-Schattierungen die Rede, weil man sich nicht für eins aus zwei blaus entscheiden konnte, oder von Argumentationen für und wider einer 3 Pixel oder doch lieber 5 Pixel starken Umrandung.
In der Tat ein Armutszeugnis für Google, wenn sich ein Designer und Webstandardista von Bowmans’ Kaliber offen über solchen Starrsinn beschwert. Nun, wer seinen Designer (wohlgemerkt ein Fachmann) mit soetwas sabotiert, macht in jedem Fall etwas falsch und muss sich den Vorwurf dann auch gefallen lassen.
Für mich (nach Jahren) ein Grund mal wieder öfter in Bowman’s Blog zu sehen. Ich bin sehr gespannt was da kommt…