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OS X Schrift-Rendering unter Windows

Sonntag, 9. September 2007

Windows nun mit OS X Schrift-Rendering?

Safari ist nun seit einiger Zeit für Windows in einer öffentlichen Vorab-Beta-Version verfügbar. Diese kann man sich bei Apple auf dieser Seite herunterladen. Nach einem verpfuschten Start (mit Geisterwebseiteneffekt ohne Text - Probleme beim CSS-Rendering auf deutschen Windowsversionen war der Grund) mit diversen illustren Fehlern wird das ganze nun mehr und mehr zu einer brauchbaren Applikation. Schnell und halbwegs stabil.

Eine bemerkenswerte Neuerung kam damit eher im verborgenen auf Windows-Rechner: Schriften werden mit der OS X-eigenen Rendering Engine dargestellt. Das bedeutet dass erstmals das Schriftbild zwischen zwei Windows-Browsern variiert. Nun kann man geteilter Meinung sein, ob Apple mit seiner Art der Schriftdarstellung ein besseres (technisches)Händchen als Microsoft mit seiner Cleartype-Technologie hat, trotzdem ist das schon ein erwähnenswertes Novum.

Die Vorgehensweise, die hier ein Japaner in seinem Weblog beschreibt, gibt Entwicklern das nötige Grundwissen zur Hand, die mehrere Megabyte große Bibliotheke, die mit Safari ausgeliefert wird, auch in anderen Anwendungen einzusetzen bzw. auszutesten.

Was ist daran spannend?

Der Nutzen ist sicher (auf den ersten Blick) zweifelhaft, denn in meinen Augen ist Cleartype den schwammigen, eher fett und klobig wirkenden Lettern des Safaris überlegen.

Trotzdem ist es sehr spannend zu sehen, wie der direkte Microsoft-Kontrahent hier mal eben eine Technologie integriert bzw. verfügbar macht, die in meinen Augen bisher tief mit OS X verwoben schien.

Ich bin neugierig ob das neuen Wind in die, oder aber zumindest ein wenig verstärkten Fokus auf die arg leidende Webtypographie bringen kann. Welche Auswirkungen könnte das bestenfalls oder schlimmstenfalls haben? Welche Schriften könnten möglicherweise über das finale Safari-Release ihren weg auf Windows-Rechner finden?

Ich sehe diese Neuerung außerdem auch als gutes Argument für Herasimchuks Schriftinitiative ist, denn auch wenn die von ihm relativ willkürlich zusammengestellte Schriftliste eben nicht aus Bildschirm- sondern Printschriften besteht - so macht Apple nun doch vor, dass die technischen Barrieren gering und das Ergebnis akzeptabel ist. Bisher ging ich davon aus, dass es tatsächlich eine aufwändige Überarbeitung der Schriften für die verschiedenen Rasterizer benötigte. Die Safari-Beta wiederlegt das, indem er einfach den eigenen Schriftrenderer mitbringt.

Und nun?

Gute Frage. (Hätte ich selbst draufkommen können). Wenn der Dialog zwischen Softwareherstellern und Webdevelopern im selben Tempo wie bisher von statten geht lautet die Devise wohl eher "Abwarten und sehn was auf uns zukommt".

Ein geplatztes Date…

Donnerstag, 30. August 2007

Na also so wird das nix… Da freu ich mich jetzt schon seit Monaten auf diese Zusammenkunft und nun kommt mir simpler Zeitmangel dazwischen. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Nach dem Stress in der letzten Woche (ich hatte bis zuletzt an diese Vereinigung geglaubt!) muss ich es mir nun selbst eingestehen: Erik-Poehler.de und der CSSNeustart.de kommen nicht zusammen - zumindest nicht zu diesem Neustart, denn die "Mitmach"-Frist läuft nun (nach 2 Monaten) morgen aus.

Man hat, bzw. andere haben also theoretisch noch ein paar Stunden die Möglichkeit ihre eigene, neue, standardsbasierte Webseite dort einem Publikum zu präsentieren.

Ich schätze mal den Jungs vom CSSNeustart genauso ging wie mir: sie wollten auch noch schnell schnell irgendeine Webseite fertig kriegen um sie in dem Showcase zu präsentieren - so würde sich zumindest die mehrwöchige Funkstille auf der CSSNeustart-Seite erklären. Abgesehen von den eingereichten Seiten gabs nichts Neues.

Was gäbe es noch dazu zu sagen: eine Seite, die für meinen Arbeitgeber erstellt wurde (in Zusammenarbeit mit unserem Praktikanten) ist in der Liste und hat sich Wacker im Mittelfeld eingetrudelt. Ich hätte doch noch häufiger Rundmails schreiben sollen ;)

Achja! Da fängt doch tatsächlich die mit den vielen schiachen Webseiten an und trollt in den Kommentaren auf der CSSNeustart-Seite rum… *kopfschüttel*
Und dabei ist die Seite um die es da ging vom technischen her wirklich Mustergültig umgesetzt. (mein Lob an decentart). Noch ein paar Worte zu meiner Seite: es wird eine kompakte Portfolioseite sein. Sie wird meinen Namen tragen und wohl in der zweiten Septemberwoche fertig sein und natürlich dann auch gelauncht, wie man so schön sagt. Sie baut auf WordPress auf, wird mehrsprachig sein, bekommt gerade einen Kundenbereich und soll natürlich auch einen Überblick über meine mediengestalterischen Arbeiten liefern. AJAX in Maßen und "unobstrusive" Javascript-Geschichtchens sind hineingepfriemelt.

Es ist also nicht geplant diesen Blog hier einzustampfen. Wo sollten denn sonst die Offline-Belanglosigkeien hin? Der Trend geht zur Zweitdomain ;) Hier ein Vorschaukuck:

Vorschaubild Portfoliowebseite Erik Pöhler

Verpackungs- und Typografie-Ostalgie

Mittwoch, 1. August 2007

Ein sehr interessanter Blog zum Thema Typografie ist das Spatium Magazin und Dank vieler Photos läd es auch wunderbar zum Schmökern ein. Ich greif mal die Idee auf und poste ein paar Perlen/Schmankerl aus dem ostdeutschen Produktdesign der 70er und 80er (Entdeckt beim Versuch aus einem wirklich alten, etwas heruntergekommenem Haus eine Baustelle zu machen). Hier also nun ein paar nette Verpackungen und Etiketten aus der Zone ;) … ostdeutsches Produktdesignostdeutsches Produktdesignostdeutsches Produktdesignostdeutsches Produktdesign

Das beste ist wohl die Kernseife "Diplom" für 95 Ost-Pfennige :D Tja, schon seltsam wie akademisch es in manchen (besser betuchten) Bädern des Arbeiter- und Bauernstaats zuging :D. Auch geil: Die Aufschrift "Behelfsetikett" auf der Saftflasche. Köstlich.

Keine positive Antwort auf Schriftinitiative

Freitag, 17. November 2006

Einige Zeit ist vergangen, nach Andrei Herasimchucks Offenen Brief an Adobe, Apple und Microsoft, dessen Ziel es war die Softwarehersteller in die Verantwortung zu nehmen, wenn es um den Punkt Schriftenvielfalt im Internet geht. Im Detail sollte Adobe, bzw. auch die Betriebssystemhersteller gefälligst dafür sorgen, dass es einen Satz von verlässlich vorinstallierten Schriften, sowohl auf Windows-, wie auch auf Macintosh-Rechnern gibt. Anno dazumal hat es Microsoft mit dem "Core Fonts for the Web"-Paket vorgemacht. Diese zum Teil schönen Schriften, die man ohne eine Lizenz zu erwerben benutzen darf sind speziell für den Monitor optimiert. Genauergesagt für Font-Smoothing. Es steckt also durchaus eine Menge Arbeit in den Schriften, eine Investition, die sich zwar nicht rechnet, aber dazu geführt hat, dass diese Schriften heute so gut wie auf jedem Rechner vorhanden sind und man sie in Folge dessen für Webseiten verwenden kann. Und nur diese. Das macht sie gerade für das Internet interessant… Aber nicht nur dafür. Immer verfügbare Schriften werden auch vom Laien für die Geschäftskorrespondenz verwendet. Dort machen, für den Monitor erstellte Schriften, aber nunmal eine weitaus schlechtere Figur. Es hat mich zwar gefreut, dass Herasimchucks Aufruf auch hierzulande zahlreich aufgegriffen wurde und man merkt, dass man sich frühzeitig um das Schriftbild des Internets der Zukunft Gedanken machen sollte. Einige Monate später gibt es nun eine Reaktion von John Warnock, der in einem Interview auf Herasimchucks Forderungen angesprochen wurde. Leider zeigt seine Aussage, dass er die Problematik nicht ganz verstanden hat - bzw. es zwar


für Adobe kein Problem sei Abhilfe zu schaffen… aber man solle doch bitte auf andere Lösungen seitens Browser oder Stylesheets warten

. Herasimchuck durchleuchtet Warnocks knappe Aussage ausführlich und betitelt seine Enttäuschung mit "Der unglückliche Tod der Helvetica". Anlässlich der nächsten, nunmehr siebten Version von OSX 10, der Version Leopard 10.5, auf die Jan Maas heute im Kongresssaal des Druckzentrums Salzburg das Grafiker-, Photographen- und Druckindustriepublikum neugierig machte, ein trauriges Signal. Bei Adobe verpasst man gerade die Chance etwas dringend Nötiges und Gutes zu tun. Während der neu entbrannte Browserkrieg zwischen Mozilla und Microsoft wenigstens ein weing Fortschritt für den Nutzer bringt, so scheinen mir bei den bevorstehenden Betriebssystem-Releases die Interessen der Kreativen auf der Strecke zu bleiben, solange man das Problem nicht bei den verantwortlichen Unternehmen verstanden wird. Vista wird irgendwann kommen und meines Wissens ist nach wie vor unklar unter welcher Lizenz die bereits verfügbaren Vista-Schriften (der überaus dreiste Frutiger Diebstahl "Segoe UI" zB., sowie die neuen für Cleartype optimierten Schriften) einmal stehen werden. Selbst wenn man als Anwender die Schriften über den ein oder anderen Umweg bekommt (zB. Office 2007 u. Beta, etc.), so würden im Endeffekt, doch nur lizenzfreie Versionen der Schriften den Weg öffnen in Macintosh oder Linux/Unix-Betriebssysteme. Nun ja, man wird allerlei fancy-Tools wie Aperture, Video-Telfonie iChat, und anderes bunte Trallala standardmäßig in OSX 10.5 finden… Ui, sogar RSS ;) kann der Safari anzeigen können :D (das Internet kennt man also auch bei Apple bereits - die Ausrede wird nicht gelten) Löblich auch dass das erwähnte Dass der Browser das, was er im Internet findet aber nach wie vor mit einem armen, unzeitgemäßen Satz aus Tahoma, Verdana, Times, Georgia und Arial anzeigt wird für mich aber ein fader Beigeschmack sein. Und gerade da wäre auch Apple in der Lage etwas zu tun. Hoffentlich begreifen die Software-Giganten ihre Möglichkeiten bald mal als Pflicht gegenüber dem Kunden und tun was für das Gemeinwohl. Das Auge des Betrachters. Naja, vielleicht muss man mehr erklären und mehr Druck machen. Mit Herasimchucks Worten: Some call that progress I guess. I call it a tragedy.

Mein Second Life hat ein Logo

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Mein Second Life-LogoSchriftzug des “Mein Second Life” Weblog Ok, ok … Logo ist vielleicht etwas übertrieben, aber Logotype trifft es wohl ganz gut. :] und darüberhinaus gefällt es mir nach drei Tagen immernoch :) und das will was heißen. Nichts desto trotz gibt es Design-technisch noch einiges zu tun, denn so schön und beliebt das Hemingway-Design für WordPress sein mag, so wenig individuell ist der Weblog damit. Naja, kommt Zeit, kommt Rat und Design ist ja nun auch nicht alles (Oww, und das aus dem Mund eines Mediendesigners… :D) - schließlich muss irgendwann ja auch noch etwas Zeit fürs Second und Real Living bleiben… (weiterlesen…)