Russland-Aktuell berichtete heute über ein merkwürdiges Urteil. Zur Erinnerung: die Hinrichtung der Zarenfamilie um Nikolaus den II. und seiner Familie ist Fakt. Rußland in einer Unglücksspirale: erst die Ignoranz der Zaren gegenüber dem sozialen Misständen, darauf folgend die Schreckensherrschaft Lenins (übrigens Erfinder der Gulaks - den russischen Strafgefangenenlagern in denen auch heute noch Millionen Russen ihr Dasein fristen). Man entschloss sich damals dazu, noch kurz vor Ende des dreijährigen Bürgerkriegs in den Rußland unter Lenins Herrschaft fiel, aus Angst vor der weißen Armee und einer eventuellen Befreiung des Zaren, die Romanows zu exekutieren.
Bereits im Dezember 2005 bat die Großfürstin Maria Romanowa die russische Generalstaatsanwaltschaft um Anerkennung der politischen Verfolgung. Als Beweis sollte Ihr eine Kopie der Entscheidung des Ural-Gebietsrats vom 17. Juli 1918, die Romanows zu erschießen, dienen. Vergebens. Mit der Begründung "Es gäbe keine Hinweise auf politisch motivierte Repressionen seitens der damaligen Gerichte" wurde nun verkündet:
Die Zarenfamilie wurde nicht Opfer von politischer Verfolgung.
Bemerkenswert. Für einen Laien auf dem Gebiet (Link zu Wikipedia "Mord der Zarenfamilie) nicht unbedingt nachzuvollziehen aber bemerkenswert. :O. Hier kann man die vollständige Meldung lesen.